Städtebau und Freiraum Klaus J. Schulz · München

Zirndorf – Am Tunzenlohefeld

Ganzheitliches, ökologisches Neubaugebiet

255 Wohneinheiten – vom Geschosswohnungsbau bis zum freistehenden Einzelhaus

Ort
Zirndorf, Landkreis Fürth
Gebiet
ca. 14 ha, davon ca. 6,2 ha Nettobauland
Wohnungen
255 Wohneinheiten
Bauformen
Geschosswohnungen, Doppel-, Reihen- und Einzelhäuser
Vorentwurf Am Tunzenlohefeld
Vorentwurf Am Tunzenlohefeld

Wohnen als Grundbedürfnis

Wohnen ist ein Grundbedürfnis des Menschen – so wichtig wie Nahrung, Kleidung und Beschäftigung. Die Wohnung ist Schutz und Rückzugsort, Ort der Erholung, der Kindererziehung und der Pflege. An diesem Ziel der bayerischen Wohnungspolitik orientiert sich die Planung.

Konzept

Mit der Bebauung „Am Tunzenlohefeld“ hat sich Zirndorf für einen neuen Planungsansatz entschieden: Ein ganzheitliches, nachhaltiges und ökologisches Neubaugebiet von rund 14 Hektar soll nach dem Grundsatz des schonenden Umgangs mit dem Naturhaushalt entstehen. Auf etwa 6,2 Hektar Nettobauland sind 255 Wohneinheiten als Geschosswohnungen, Doppel-, Reihen- und freistehende Einzelhäuser vorgesehen.

Während die Bebauung mit den öffentlichen Räumen individuelle, stadträumliche Qualitäten bildet, drückt sich die Individualität der Bewohner auf dem Grundstück aus. Die Gebäude stehen entlang von Wohnstraßen oder am Anger und sind eng mit dem öffentlichen Grün- und Freiraum verzahnt. Nach außen bildet ein baumbestandener Ortsrand eine prägende Frischluftschneise, die zur Biotopvernetzung beiträgt.

Landschaftliche Einbindung
Landschaftliche Einbindung

Sozial

Fast alle Wohnungen werden nach alten gesellschaftlichen Mustern geplant. Das Zusammenleben wandelt sich jedoch und fordert neue Formen des Wohnens. Veränderungen in der Arbeitswelt verlangen Rückzugsmöglichkeiten: Das Privatleben ist stärker zu berücksichtigen, der öffentliche Raum stärker für Gemeinschaftsaktivitäten zu öffnen.

Wirtschaftlich

In Bayern fehlen nach wie vor preiswerte Wohnungen. Kostengünstiger Wohnungsbau bleibt sinnvoll, Hindernisse sind zu beseitigen.

Bebauung

Energie, Grünordnung, Wasserverwendung und Verkehr wurden von Beginn an als verbindliche Elemente eines Kanons von Entwurfskriterien erarbeitet, die in ein städtebaulich-ökologisches Gesamtkonzept münden.

Gestaltsatzung

Die verbindlichen Elemente werden in einem Regelwerk für den Entwurf der Gebäude fortgesetzt: Kompaktheit der Baukörper, Stellung der Gebäude, offene und geschlossene Wandflächen und Dachformen. Vor allem die energetischen Anforderungen werden festgesetzt.

Der öffentliche Raum

Fußgänger und Fahrzeuge sind gleichberechtigt. Reduzierte Straßenprofile mit multifunktionalen Elementen ermöglichen eine sparsame Erschließung und eine geschwindigkeitsreduzierte Verkehrsführung. Fußwege gliedern die Grundstücke; die Stellplätze werden auf den Grundstücken nachgewiesen.

Straßenraum – Schnitt
Straßenraum – Schnitt
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